August Stramm am 12. Februar 2005 im “Bildfang” : Ausstellung - Lesung - Konzert

„Hast Du mal einen Fleischerladen gesehen, in dem geschlachtete Menschen zu Kauf liegen?“ Fast um den Verstand gekommen beschrieb der expressionistische Dichter August Stramm  als Major der Reserve in Gedichten und Briefen an Nell und Herwarth Walden, den Herausgeber des „Stum“, seine Erlebnisse im Krieg in Flander 1915. Der gerade 18 Jahre alte Kanonier H. –A. Goldbeck-Löwe fotografiert Monate später dieses „Schlachthaus“ an der Somme. 90 Jahre später benutzt der Maler Harald Wolff seine abstrahierende Bildsprache, um einen Ausdruck für das Grauen zu finden. Die Ausstellung der Bilder und Fotos wurde ergänzt durch neue Texte und vertonte Gedichte der Enkel des Fotografen: ein Brückenschlag zwischen den Generationen, der Versuch zu verstehen angesichts immer neuer Kriege.

Oben: Matthias und Alexander Goldbeck-Löwe. Alexander schrieb zu den Kriegsfotos seines Großvaters Gedichte

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Links oben: Zu vier “Tropfblut”-Gedichten August Stramms komponierte Matthias Goldbeck-Löwe Musik, die an diesem Abend uraufgeführt wurde. Am Flügel Matthias, während der Vater und Herausgeber des Bandes die Einführungsrede hielt. Rechts oben: Harald Wolff vor seinen Bildern mit seinem Verleger.

 

Dankbares Publikum

Wie kein Zweiter beherrscht Detlef Gosselck die Kunst der improvisierten Rede und begeisterte auch dieses Mal als Hausherr die Gäste, die sich ja auf einen sehr ernsten Abend eingestimmt hatte.

Erwin Schastock rezitierte die expressionistischen Texte

Kontakte und Bestellungen: edition@goldbeck-loewe.de oder H.- G. Goldbeck-Löwe, Falkenhausenweg 39, D-12249 Berlin

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